Messverfahren und Anwendungsgebiete

(1) Das Terrestrische Laserscanning (TLS) ist ein polares Messverfahren zur dreidimensionalen Objekterfassung. Es ermöglicht eine berührungslose, flächenhafte 3D-Erfassung von Oberflächen, z. B. bei Gebäuden und Bauwerken (innen und außen), Fahrbahnen sowie Geländeoberflächen.

Einschränkung der Anwendung des Terrestrischen Laserscannings

(2) Das Laserscanning ist nicht bzw. nur eingeschränkt anzuwenden, wenn die zu erfassende Oberfläche bedeckt ist, z. B. für eine topographische Aufnahme bei starker Verdeckung durch Vegetation.

Registrierung

(3) Punktwolken von mehreren Laserscannerstandpunkten sind zu einer Gesamtpunktwolke zu verknüpfen (Registrierung), in der das Aufnahmeobjekt gemäß dem festgelegten Umfang vollständig abgebildet ist.

Georeferenzierung

(4) Für die Georeferenzierung von Laserscanneraufnahmen sind dreidimensionale Passpunkte zu verwenden, die den Objektraum umschließen und in ausreichender Anzahl und Verteilung anzulegen sind.

Registrierverfahren und Kontrolle der Genauigkeit

(5) Für die Verknüpfung von Punktwolken einzelner Scannerstandpunkte sowie zur Georeferenzierung sind Registrierverfahren anzuwenden, welche die Einhaltung der Genauigkeitsanforderungen für die Objektgeometrie sicherstellen und eine Kontrolle der jeweiligen Genauigkeit sowie der Zuverlässigkeit ermöglichen. Die Ergebnisse der Kontrollen sind nachvollziehbar nachzuweisen.

Detaillierungsgrad und Informationsumfang

(6) Für Messungen mittels TLS sind Vorgaben zum Detaillierungsgrad der Aufnahmen zu machen. Es ist vorzugeben, welche Informationen aus den gewonnenen Punktwolken in welcher Form zu modellieren und zu extrahieren sind.

Kolorierung der Punktwolken

(7) Zur realitätsnahen Visualisierung der aufgenommenen Objekte können die durch TLS erzeugten Punktwolken optional in Echtfarben koloriert werden.

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